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ACO On Site: Schwammstadt-Prinzip für Bäume
Daniel Zimmermann & Christopher Peiritsch

DAS PRINZIP

Stadtbäume beeinflussen das Mikroklima positiv. Sie verringern Windgeschwindigkeiten und spenden Schatten. Durch Verdunstung entziehen sie ihrer Umgebung fühlbare Wärme und erhöhen die Luftfeuchte. Die empfundenen Umgebungstemperaturen werden reduziert. Deshalb zählen vitale Bäume zu den wirksamen Mitteln gegen lokale sommerliche Überhitzung - dem sogenannten Urban-Heat-Island Effekt.

Das Schwammstadt-Prinzip für Bäume ist ein innovatives System, das die gesunde Entwicklung großkroniger Bäume in befestigten Flächen ermöglicht und unterirdischen Retentionsraum für die Niederschlagswasser schafft und so das Überleben der Stadtbäume im Straßenraum sichert.

Wenn der Wurzelraum von Bäumen unter befestigten Flächen liegt (Gehwege, Parkplätze, Straßen), muss der Straßenunterbau eine geeignete Struktur aufweisen, die sowohl den technischen Anforderungen des Straßenbaus als auch den biologischen Ansprüchen von Bäumen gerecht wird. Durch die Schaffung von Retentionsraum für Niederschlagswasser wird das Kanalsystem entlastet und die Bäume auch in Trockenperioden mit Wasser versorgt.

TATSACHEN

Klimawandel findet statt! Heiße, trockene Sommer werden viel mehr Hitzetage und Tropennächte bringen. Lokal auftretende
Starkregenereignisse werden häufiger die Kanalsysteme überlasten und Überflutungen verursachen. Für diese Folgen des Klimawandels müssen Kommunalverwaltungen Strategien entwickeln.

Die Klimaprognosen für die nächsten Jahrzehnte zeigen an, dass sich die Klimakrise noch verschärfen wird. Um unsere Siedlungsräume lebenswert zu erhalten, müssen Verwaltungs- und Planungsstellen darauf reagieren. Maßnahmen, die in Zukunft wirken sollen, müssen heute gesetzt werden.

HERAUSFORDERUNGEN

“Baum braucht Raum”

Bäume erreichen ihr volle Leistung gegen die Auswirkungen des Klimawandels erst nach rund 30 Jahren, wenn sie eine große Krone entwickelt haben. Die Kronengröße steht aber in direktem Zusammenhang mit dem Wurzelvolumen. In der Praxis finden wir in Städten und Gemeinden zu kleine Baumscheiben, ungeeignetes Substrat, Bodenverdichtung und schadstoffbelastete Straßenwasser vor. Die Bäume bleiben nach wenigen Jahren in ihrer Entwicklung stecken, verursachen erhöhten Pflegeaufwand und sterben oft ab, zudem verursachen die Wurzeln oft erhebliche Schäden an kommunaler Infrastruktur (aufgebrochene Straßenbeläge, eingewachsene Leitungen).

Die meisten Straßenbäume erreichen derzeit nur mehr ein Alter von 20 bis 30 Jahren und bleiben klein. Sie können ihr Potenzial zur Dämpfung der Klimakrisenfolgen nicht annähernd entfalten! Mit dem Schwammstadt-Prinzip können die Baumscheiben an der Oberfläche kleiner gehalten werden, da Wasser und Luft für die Bäume unter den befestigten Oberflächen zur Verfügung gestellt werden. Niederschlagswasser wird in den unterirdischen Retentionsraum der Schwammstadt eingeleitet, an Bodenpartikel gebunden und gespeichert, bis es von den Bäumen verdunstet wird. Überschüssiges Wasser versickert oder wird abgeleitet. Das schafft mehr Spielraumfür die Gestaltung des öffentlichen Raums.

Das spannende Thema wird sowohl in der Theorie als auch anhand zweier Praxisbeispiele näher vorgestellt: Stadtentwicklung am Beispiel vom „Quartier am Seebogen“ sowie die Umsetzung im Bestand am Beispiel der Stadt Graz.

Verfolgen Sie die spannende Präsentation zu diesem Thema, die Referenten werden live auf der Bühne sein!


Unsere Referenten

Daniel Zimmermann

3:0 Landschaftsarchitektur

www.3zu0.com

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Christopher Peiritsch

ACO Group

www.aco.at

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