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Programm | 10. Juni 2021

Keynote: Simón Vélez
Simón Vélez | Kolumbien

Erfahren Sie mehr über die erstaunlichen Projekte des preisgekrönten kolumbianischen Architketen Simón Vélez, der für seine innovative Verwendung von Bambus in der Architektur internationale Bekanntheit erlangt hat.

Vortrag: Tropical Design - Crafting Buildings

www.simonvelez.net

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Keynote: Marina Tabassum
Marina Tabassum Architects | Bangladesch

Die Arbeit von der preisgekrönten Architektin Marina Tabassum ist geprägt von einer starken Verbindung zur Landeskultur und -geschichte sowie der Verwendung traditioneller Baumaterialien, die dem regionalen Klima angepasst sind.

Vortrag: Architecture Beyond Architecture

www.mtarchitekts.com

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ACO On Site: Fragment
David Černý & Marcel Soural | Prag | Tschechien

Der Künstler David Černý und der Trigema-Projektentwickler Marcel Soural möchten gemeinsam eine Architektur erschaffen, die Prag auf eine neue moderne Art und Weise prägt. Sie geben uns persönliche Einblicke, wie sie gemeinsam mit den Herausforderungen und Chancen dieser Zeit umgehen.

Fragment | Rental Housing in Karlín

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Keynote: Marina Tabassum | MTA
Bangladesch | Dhaka

Vortrag: "Architecture Beyond Archtecture"

Marina Tabassum wurde 1969 in Dhaka, Bangladesch geboren und studierte Architektur an der Bangladesh University of Engineering and Technology, wo sie ihren Abschluss 1995 mit Auszeichnung absolvierte. Erste Berufserfahrung sammelte sie im Büro von Uttam Kumar Saha, Nandan Architects. In dieser Zeit entwickelte sich ihre Haltung ein nachhaltigeres Konzept der Architektur verfolgen zu wollen. 1995 gründete Tabassum zusammen mit Kashef Chowdhury das Architekturbüro Urbana in Dhaka. 2005 beendete sie die Partnerschaft und gründete ihr eigenes Büro Marina Tabassum Architects.

Als Gastprofessorin lehrte Tabassum unter anderem an der Harvard University Graduate School of Design, an der Universität von Texas, an der BRAC University in Dhaka und an der TU Delft. Seit 2015 leitet sie das Akademische Programm des Bengal Institute for Architecture, Landscapes and Settlements. Während ihrer Lehrtätigkeit in Harvard entwickelte sie 2017 mit Studierenden und einheimischen Handwerkern Häuser für Bewohner des häufigen Überschwemmungen ausgesetzten Gangesdelta, von denen jedes nur 2.000 Dollar kosten durfte. 2018 war sie Teil der Ausstellung „Freespace“ im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig. Die Technische Universität München verlieh ihr 2020 den Ehrendoktortitel für ihren Beitrag in Architekturpraxis, Forschung und Wissenschaft.

Tabassum wurde 2020 vom Prospect Magazine UK unter die "top ten thinkers of the world" gewählt. Sie gewann 2018 den Jameel-Preis und wurde 2016 mit dem renommierten Aga Khan-Preis für Architektur für die Gestaltung der Baitur Rauf Jame-Moschee in Dhaka ausgezeichnet, die mit einem minimalen Budget über einen Zeitraum von zwölf Jahren realisiert und 2012 fertiggestellt wurde.

Impressionen


Keynote: Simón Vélez
Kolumbien | Bogotá

Vortrag: "Tropical Design - Crafting Buildings"

Simón Vélez wurde 1949 in Manizales, Kolumbien, geboren und ist Sohn und Enkel von Architekten. Vor fast 35 Jahren entdeckte Simon eine sehr einfache Bautechnik, die die Art und Weise, wie wir mit Bambus bauen können, revolutionierte. Diese Technik, die darin besteht, Zementmörtel in die leeren Kammern des Bambus zu spritzen, wo es strukturelle Verbindungen gibt, ermöglicht es zum ersten Mal, den Bambus als einen echten "pflanzlichen Stahl" zu verwenden. Während die Architektur von Simon Velez einen starken Bezug zu einheimischen Traditionen hat, hat er die Grenzen der Bambuskonstruktion verschoben, um der Architektur eine zeitgenössische Struktur und einen modernen Ausdruck zu verleihen - große Spannweiten, voluminöse Räume mit beeindruckenden Höhen, elliptische Kuppeln und Cupula-Strukturen.

Simóns grundlegende Theorie ist, dass die Architektur vegetarischer sein muss. Er glaubt, dass es ein Überangebot an Mineralien (Beton, Stahl und Glas) in der Bauindustrie gibt, besonders in Ländern der Dritten Welt. Er plädiert für eine ausgewogenere und materialübergreifende Herangehensweise an das Bauen und Entwerfen sowie für die Einbeziehung von mehr natürlichen Materialelementen in die Konstruktion. Bis heute hat Vélez über 200 Gebäude (nicht nur aus Bambus) in Deutschland, Frankreich, USA, Brasilien, Mexiko, China, Jamaika, Kolumbien, Panama, Ecuador und Indien entworfen und gebaut. Seine bekanntesten Arbeiten sind der Bambuspavillon auf der Expo Hannover (2000), das Nomadic Museum auf dem Zocalo-Platz in Mexiko-Stadt für den Fotografen Gregory Colbert (2008), die Crosswaters Ecolodge in den Wäldern des Nankun Shan Reservats (Guangzhou, China 2003). Seit 2014 arbeitet er zusammen mit seiner Büropartnerin und Ehefrau, der in New York geborenen Designerin Stefana Simic, in ihrem Studio in Bogotá, Kolumbien.

Die Arbeit von Simón Vélez wurde mit zahlreichen prestigeträchtigen internationalen Auszeichnungen geehrt. Er hat an vielen Ausstellungen, Jurys und internationalen Symposien teilgenommen. Simón Vélez und Stefana Simic haben ein "Majlis" aus Bambus gebaut, das aktuell auf der Architekturbiennale in Venedig zu sehen ist.

Besuchen Sie seine Website: simonvelez.net

Impressionen


ACO on site
The Fragment - ein Wohngebäude als Kunstwerk

Über das Projekt

In Karlín, einem der beliebtesten Viertel Prags, entsteht „The Fragment“ – ein Wohnungsbauprojekt der Extraklasse.

Investor, Entwickler und Erbauer des Projekts ist die Trigema Group. In Zusammenarbeit mit den Architekten David Wittassek und Jiří Řezák vom renommierten Atelier Qarta architektura und dem bekannten Künstler David Černý hat Trigema ein visionäres und außergewöhnliches Projekt ins Leben gerufen. Eine riesige Figur eines Soldaten aus rostfreiem Edelstahl verleiht dem Gebäude einen unverwechselbaren Charakter - sie bildet eine imaginäre Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart, da sie sich auf den ursprünglichen Zweck von „Invalidovna“ bezieht, welches bis in die 1930er Jahre zur Unterbringung und Pflege von Kriegsinvaliden diente.

„Unser Ziel war es, die kreative Verbindung zwischen hochwertiger Architektur und zeitgenössischer Kunst in das Fragment-Projekt einzubringen, um Prag wieder an die Spitze des modernen Bauens zu bringen. Wir arbeiten gerne an Projekten, die unsere Zukunftsvisionen widerspiegeln. Wir wollen etwas Schönes, Funktionales und Nützliches konstruieren, aber auch ein bisschen provokativ sein. Wir haben keine Zeit, „nur“ Geld zu verdienen, indem wir immer wieder dieselben Gebäude bauen. Wir wollen nicht-traditionelle Konzepte entdecken, die Spaß bringen, ihren Zweck erfüllen und dennoch eine Verbindung zwischen Alltag und Kunst herstellen. Die außergewöhnliche Lage des Rohanské-Damms direkt gegenüber dem historischen Gebäude von Invalidovna verlangt eine etwas andere und kreativere Betrachtung “, sagt Marcel Soural, Vorstandsvorsitzender von Trigema.

Die Fragmentierung der Materie, ihre Aufteilung in die in sich wiederholenden Module, lässt das Gebäude von weitem erscheinen, als ob es aus zerbrochenen Teilen zu bestehen scheint, aber aus der Nähe eindeutig ein logisch angeordnetes Ganzes ist. Der abgekürzte Name des Projekts „FRGMNT“ unterstreicht das Fragmentierungskonzept. Fragment ist das erste mutige Projekt, als hoffentlich eines von vielen, mit Potenzial die zeitgenössische Architektur Prags zu beleben.

Fragment wird Mietwohnungen, Geschäfte und Dienstleistungen beherbergen. Es werden 140 individuell gestaltete und voll möblierte Apartments zur Miete angeboten, die von Studios bis zu geräumigen Maisonette-Penthouse-Einheiten mit Dachterrassen und Blick auf die Prager Burg reichen. Fragment wird ein wirtschaftliches und energieeffizientes Gebäude sein: zu den technischen Einrichtungen des Gebäudes gehören Wärmepumpen, ein System zur Deckenheizung und -kühlung, Gründächer, automatische Fensterbeschattung, Ladestationen für Elektroautos, ein Photovoltaikkraftwerk und ein Smart-Home-Steuerungssystem in jeder Einheit. Die endgültige Genehmigung und die feierliche Eröffnung des Gebäudes sind für die zweite Hälfte des Jahres 2022 avisiert.

www.frgmnt.cz